Tag 5: Robin Falls bis in die Gold Fields
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Tag 5: Robin Falls bis in die Gold Fields


Überblick 27.05.

Der Tag 5 im Überblick

Foto
the biggest Nugget - Grove Hill - 27.05.2018
Goldfields nördlich Pine Creek - Grove Hill Hotel
Douglas-Daly - Northern Territory

  • Der Morgen am Robin Creek
  • Landkarte und GPS-Daten Download
  • Zu den Robin Falls
  • Hayes Creek Road House - auf in die Goldfields
  • Die alte Golden Dyke Mine
  • Das Grove Hill Historic Hotel mit The Biggest Gold Nugget
  • Auf der Goldfields Road bis zur Spring Hill Mine
  • Die Nacht in den Goldfields an der Spring Hill Road
Robin Crk 27.05.

Der Morgen am Robin Creek

Foto
Campen bei Robin Falls - 27.05.2018
Creek of Robin Falls - Robin Falls Rest Area
Robin Falls - Northern Territory

Der Morgen am Robin Creek war schon Entspannung pur. Wir empfanden schon das Kaffeetrinken an diesem idyllischen Platz als Privileg. Es war schon morgens angenehm warm. Die Sonne beschien nur die Wipfel der Eukalyptusbäume in Tal. Der Robin Creek floss mit seinem klaren Wasser gemächlich durch das grüne Buschland.

Die Robin Falls Rast Area ist ein wunderbarer Platz, welcher über etwa 350 Meter als schmaler Streifen entlang des Robin Creek liegt. Der Robin Creek eignet sich auch zum Baden. Es gibt auf der gesamten Campsite dafür immer wieder gute geeignete natürliche Badestellen. Diese Campsite ist kostenfrei, bietet keinerlei Service, aber Natur pur.

Solche „Rast Area“ gibt es im australischen Outback an vielen mehr oder weniger frequentierten Orten bzw. Strecken immer wieder mal, sind aber eigentlich nur für eine Nacht auf der Durchreise gedacht. Als wir an der Robin Falls Rast Area ankamen, war diese schon zu über 80 Prozent von mehrtägigen Besuchern mit komplett ausgerüstetem Camp belegt. Wir hatten also Glück, dass noch so ein schöner und ruhiger Platz direkt am Robin Creek für uns frei war. Aus diesem Grund räumten wir den Platz für die nächsten Besucher nach dem Frühstück und fuhren die 300 Meter zum Einstieg des Tracks zu den Robin Falls mit unserem Camper.

Karte 27.05.2018

Landkarte und GPS-Daten Download

POI's (interessante Orte):
Track's und Routen:

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Ausserdem bestimmt diese Auswahl auch den Inhalt der GPS-Daten des Gesamt-Downloads.

Als Datei-Typ der GPS-Daten können im nächsten Schritte 'KML-Datei' oder 'GPX-Datei' zum Download ausgewählt werden.

Auch einzelne Routen oder Orte können über das Icon hinter der entsprechenden Auswahl heruntergeladen werden.

Robin Falls 27.05.

Zu den Robin Falls

Foto
Robin Falls - 27.05.2018
Robin Falls Walk - Robin Falls
Robin Falls - Northern Territory

Etwa um 9:15 Uhr starteten wir unsere kleine morgendliche Wanderung zu den Robin Falls. Der Robin Falls Walk ist nur knapp 500 Meter lang. Er führte uns immer entlang des Robin Creek durch schattiges, grünes Buschland. Der schmale Weg steigt durch das sich verengende Tal leicht an. Stellenweise ist der Untergrund nur großen losen Steine, wobei man bei jedem Schritt immer nach unten schauen muss. Da wir von der Umgebung und Natur des Robin Falls Walk etwas aufsaugen wollten, sind wir immer wieder mal stehen geblieben.

An den Robin Falls angekommen, setzten wir uns beide erst einmal für eine Weile auf einen großen Stein und ließen die einmalige Kulisse der Falls auf uns wirken. Der obere Teil der Robin Falls lag schon in der Morgensonne. Das Wasser fällt hier über mehrere große Stufen bis in den kleinen Pool am Grund, wo die Sonne vermutlich nur zur Mittagszeit hinreicht. Nach einiger Zeit kletterten wir nun auf die erste Stufe hinauf zu einem weiteren Pool, der zum Baden einlud. Da das Wasser aber kalt war und der Pool im Schatten lag, haben wir nur unsere Füße abgekühlt und uns am tollen Anblick erfreut.

Nachdem wir uns an den Robin Falls satt gesehen hatten, kletterten wir wieder runter und traten den Rückweg entlang des Robin Creek an. Am Camper angekommen, starteten wir unseren Tag in die Goldfields nördlich von Pine Creek.

bis Goldfields 27.05

Hayes Creek Road House - auf in die Goldfields

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alter Tack - 27.05.2018
Hayes Creek - old Hayes Creek Road House closed
Douglas-Daly - Northern Territory

Wir folgten von den Robin Falls jetzt der Dorat Road Richtung Süden. Die Dorat Road ist insgesamt 75 Kilometer lang, zweigt in Süden vom Adelaide River am Stuart Highway ab, schlängelt sich durch hügliges und für das Top End typisches Buschland vorbei an den Robin Falls und mündet wieder auf dem Stuart Highway kurz vor Hayes Creek. Wer also auf dem Weg Richtung Süden nicht nur Strecke auf dem ewig gleichbleibenden Stuart Highway machen möchte, dem sein die abwechslungsreiche Dorat Road ans Herz gelegt.

Nach knapp 60 Kilometern bogen wir rechts auf dem Stuart Highway ab. Sechs Kilometer weiter kamen wir etwa um 11:40 Uhr am Hayes Creek Road House an. Das kleine Roadhouse mit der Tankstelle direkt am Stuart Highway war dauerhaft geschlossen. Wir stoppten trotzdem für einen kleinen Snack aus unseren Vorräten. Der eigentlich öde Parkplatz hatte nur zwei alte Fahrzeuge aus vergangenen Zeiten als „Sehenswertes“ zu bieten.

Kurz darauf starteten wir dann wieder Richtung Goldfields. Gut 8 Kilometer weiter bogen wir vom Stuart Highway links auf die Grove Hill Road ab. Von hier an war der Rest der Tagesstrecke dann Gravel Road. Gravel Roads in Australien sind unbefestigte Pisten, die in der Regel aber instand gehalten werden. Der genaue Zustand solcher Pisten kann nicht vorhergesehen werden, kann aber von häufig ‚top‘ bis manchmal ‚only 4WD‘ schwanken.

Golden Dyke Mine

Die alte Golden Dyke Mine

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alte Golden Dyke Mine - 27.05.2018
Goldfields nördlich Pine Creek - old Golden Dyke Mine
Douglas-Daly - Northern Territory

Gleich nach 3 Kilometern auf der Grove Hill Road kamen wir an der alten Grube der Golden Dyke Mine an. Die Golden Dyke Mine ist eine verlassene Goldmine.

Wir stoppten als Erstes etwas hinter der alten Grube an einer alten Zufahrt. Von hier gingen wir zu Fuß an die nördliche, etwas höher gelegene Kante der verlassenen Goldmine. Auf dem Weg dorthin suchten wir mit einem Billig-Detektor nach Gold. Wir hofften nur ein kleines Nugget als Erinnerung an diese Reise zu finden, doch die Chance darauf war von vorherein äußerst gering bis unmöglich.

Die obere Kante der alten Grube belohnte uns mit einem schönen Blick auf die mit Wasser gefüllte Golden Dyke Mine. Von hieraus sehen wir dann auch noch eine, auf der Gegenseite gelegene Zufahrt mit Aussichtpunkt. Auch dort sind wir nochmal hingefahren und von dieser Stelle stammt auch das nebenstehende Foto der Golden Dyke Mine.

Nun ging die Tour weiter durch die Goldfiels.

Grove Hill 27.05.

Das Grove Hill Historic Hotel mit The Biggest Gold Nugget

Foto
old Grove Hill Hotel - 27.05.2018
Goldfields nördlich Pine Creek - Grove Hill Hotel
Douglas-Daly - Northern Territory

Wir folgten 12 Kilometer der Grove Hill Road und bogen dann rechts auf die Goldfields Road ab. Nach 700 Metern kamen wir am Grove Hill Historic Hotel oder Grove Hill Heritage Hotel an.

Als Erstes sticht das riesige The Biggest Gold Nugget direkt vor dem Grove Hill Hotel ins Auge, welches nur ein guter Werbe-Gag des Betreibers ist. Das jemals größte, in Australien gefundene Nugget war das ‚Welcome Stranger‘ aus New South Wales und ist im Vergleich zum The Biggest Gold Nugget nur ein Winzling.

Das schrullige Grove Hill Historic Hotel aus Wellblech wurde in den 30er Jahren während der Weltwirtschaftskrise erbaut. Für den Bau wurden ausschließlich Materialien aus vergangenen Goldgräberzeiten wiederverwendet. Das Hotel und sein Gelände zeigen viele Erinnerungsstücke aus längst vergangenen Zeiten.

Außer einer Bar nebens Hotel beherbergt das Gebäude auch noch ein unkonventionelles Museum. Es zeigt ein verstaubtes Sammelsurium an alten Objekten, Geräten und Foto aus der Region. Auch die Einrichtung eines typischen Hotelzimmers aus den Anfangszeiten ist zu sehen.

Nachdem wir uns etwas im Grove Hill Historic Hotel umgesehen hatten, bestellten wir an der Bar ein kühles Getränke und einen kleinen warmen Snack in den schattigen Biergarten. Der Biergarten nebenan strahlte auch den abgerockten Charme längst vergangener Zeiten aus.

Im skurrilen Grove Hill Historic Hotel fühlten wir uns um 40 Jahre in der Zeit zurückversetzt. So stellt man sich ein Pub weit außerhalb der Zivilisation an einer staubigen Outback-Piste in den 1970er oder früher vor. Alles in Allem war das Grove Hill Historic Hotel für uns ein tolles Erlebnis.

Dieses unglaubliche Überbleibsel wurde leider kurz nach unserem Besuch im Oktober 2018 vom Besitzer aus Altersgründen und wegen zu geringer Gästezahl geschlossen. Wir hoffen, dass sich ein neuer Betreiber findet, damit dieser einmalige, historische Ort im Outback für zukünftigen Besucher erhalten bleibt.

Wir setzten gegen 14:30 Uhr unsere Reise auf der Goldfield Road fort.

Spring Hill 27.05.

Auf der Goldfields Road bis zur Spring Hill Mine

Foto
Battery Spring Hill Mine - 27.05.2018
Goldfields nördlich Pine Creek - Spring Hill Mine
Douglas-Daly - Northern Territory

Die Goldfields Road verläuft für viele Kilometer immer mehr oder weniger entlang der Gleise der North Australia Railway. Diese Schienen sind die einzige Bahnverbindung mitten über den australischen Kontinent in Nord-Süd-Richtung. Hier verkehren nur wenige Güterzüge zwischen Darwin ganz im Norden über Alice Springs im Herzen des Outbacks und Adelaide ganz im Süden. Außerdem fährt hier der legendäre The Ghan. Er bietet eine touristische Bahnreise mit viel Komfort durch das Outback, kann aber aus meiner Sicht das wahre Abenteuer des Outbacks nicht ersetzen.

Nach 18 Kilometer auf der Goldfields Road kamen wir an eine Kreuzung. Links führt die Gravelroad Richtung Mount wells, rechts Richtung Pine Creek weiter auf der Goldfields Road. Wir folgten weiter der Goldfields Road bis wir nach ca. 4 Kilometern an einer verlassenen Goldmine vorbei kamen. Wir machten hier einen kurzen Stop am alten Camp der Mine. Das Camp vermittelte den Eindruck der 1980er Jahre. Auch eine große alte Waschanlage war am Camp abgestellt, was darauf hinweist, dass hier sogenanntes Seifengold an der Oberfläche abgebaut wurde. Tiefer nach hinten in das Abbaugebiet der Mine sind wir nicht vorgedrungen, da Minenbesitzer im Outback immer wieder Probleme mit Golddieben haben. Wir wollten uns deswegen nicht das Urlaubsfeeling versauern lassen.

Im Anschluss ging es noch 5 Kilometer weiter auf der Goldfields Road, bis wir rechts Richtung Spring Hill Mine abbogen und nach etwa 900 Metern bergauf an der alten Mine ankamen.

Als Erstes begrüßte uns gleich beim Aussteigen eine große Menge an „Altmetall“. Zu sehen gab es alte Reste von Boiler, Kompressor und Tank aus der historischen Vergangenheit der Spring Hill Mine vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Rechts gibt es auch einen Minenschacht tief in den Berg hinein, sowie Wege hinter und auf den Berg für den Goldabbau an der Oberfläche. Dieser Teil ist aber als aktiver Minenbereich gesperrt.

Nach links unten führte uns ein Weg zu alten Battery. Dies ist ein Klopfwerk, mit dem das, aus dem Minenschacht geförderte, goldhaltige Gestein aufgebrochen wurde. Im Bereich um die Battery und unterhalb versuchten wir nochmals unser Glück mit dem Metalldetektor. Es blieb, wie erwartet, bei null Nuggets.

Campen 27.05.

Die Nacht in den Goldfields an der Spring Hill Road

Foto
Campen an Creek nahe Springhill Rd - 27.05.2018
Goldfields nördlich Pine Creek - Springhill Rd
Douglas-Daly - Northern Territory

Um etwa 17:00 Uhr brachen wir von der Spring Hill Mine auf und suchten uns ein schönes Plätzchen als unser Camp für die Nacht. Nach 2 Kilometer die Goldfields Road hinunter bogen wir rechts auf die Spring Hill Road ab. Diese führte uns dann etwa 8 Kilometer durch trockenes Buschland in die Nähe eines namenlosen Creeks. Wir folgten etwa 500 Meter einer losen Fahrspur nach links an den Bach.

Das war die perfekte Stelle für unser Camp am Bach. Hier hat zuvor jemand anders campiert. Es war eine Feuerstelle angelegt und es war auch noch super Feuerholz von unseren Vorgängern hinterlegt worden. Zudem war von demjenigen das hohe, trockene Gras großflächig geplättet worden. So bekommt man weniger überraschenden Besuch von Schlangen. Auch der Bach führte noch Wasser, obwohl die Umgebung sehr trocken war.

Der etwa 5 Meter breite Bach mit seinem klaren, flachen und leicht fließenden Wasser bot uns eine super Gelegenheit für eine gründliche Körperpflege in freier Natur. Wir wuschen uns den Schweiß und den Staub des vergangenen Tages in der angenehmen Abendsonne gründlich runter und genossen das kühle Bad ausgiebig.

Anschließend entzündete ich das Lagerfeuer. Danach aßen wir in der Dämmerung am Feuer gemeinsam zu Abend und ließen den Tag Revue passieren. Alles in allem war der Tag in den Goldfiels zwar nicht von riesigen Highlights geprägt, aber ein lohnenswertes Abenteuer in der Natur des Outbacks.

» weiter mit Tag 6 - 28.05.2018

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